Rezension: Die blinden Flecken im Tamara-Danz-Porträt (MDR, 28.06.2026) (Toster mit Gemini) Die jüngste MDR-Dokumentation von Heike Sittner über Tamara Danz bietet handwerklich solide Kost. Der Film punktet mit einer Vielzahl relevanter Zeitzeugen wie Toni Krahl und spart auch die schwierigen, egozentrischen Seiten der Silly-Frontfrau nicht aus. Er bestätigt den Eindruck einer geltungsbewussten, strategisch geschickten Künstlerin, die es verstand, eine Band nach ihren Vorstellungen zu formen. Doch die Dokumentation leidet unter einigen Auslassungen. Privilegien und die Mär von der puren Rebellion Der Film bedient das Narrativ der ständigen Reibung mit den DDR-Behörden. Das Bildmaterial spricht jedoch eine andere Sprache und offenbart den Privilegienstatus der Band. Auf dem Grundstück des Silly-Hauptquartiers in Münchehofe standen teure West-Autos. Es handelte sich dabei nicht um die regulär über Genex oder staatliche Importe erhältlichen Modelle von Volvo, Mazda oder Citroën, son...
Impressum für die Online-Präsenzen der Band "die anderen" AUSSER ALLES UNTER DAFTY.DE/ Jaye Muller Arterra Residences Cebu 6015 Punta Engaño, Lapu Lapu City Kontakt Telefon: +636096758192 E-Mail: band.die.anderen@gmail.com Redaktionell verantwortlich Jaye Muller Verbraucherstreitbeilegung/Universalschlichtungsstelle Wir sind nicht bereit oder verpflichtet, an Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen. Quelle: https://www.e-recht24.de/impressum-generator.html
Es war spät, die Großeltern längst im Bett, und ich hatte das seltene Privileg, allein vor dem Fernseher zu sitzen. Fläming, Ende der siebziger Jahre, ich dreizehn oder vierzehn. Zu Hause wäre das so nicht gegangen. Westfernsehen gab es dort nur unter Aufsicht und mit ideologischer Begleitmusik. Wer die Tagesschau sehen wollte, musste sich vorher durch die Aktuelle Kamera quälen. Hier nicht. Hier stand dieses alte Schwarz-Weiß-Gerät, ein halbes Kraftwerk aus Röhre, UHF-Konverter und Spannungsstabilisator. Wenn man Glück hatte, bekam man fünf Programme rein. Und „umschalten“ hieß: aufstehen. Ich saß also da, knabberte irgendwas Salziges und drehte mich durch die Kanäle, bis ich auf N3 hängen blieb. Und dann passierte etwas, das sich nicht langsam ankündigte, sondern einfach da war. Auf der Bühne: Typen in zerrissenen Klamotten, Haare wie nach einem Stromschlag, Bewegungen irgendwo zwischen Tanz und Kontrollverlust. Die spielten ihre Lieder zu schnell, zu roh, zu egal. Sprangen rum, verz...