Die Zukunft des Pop-Geschäfts (II), 2026er Version
Die Zukunft des Pop-Geschäfts (II), 2026 Von Mark Modsen Erster Teil der Geschichte von 2012 Spoiler: Es ist kein Geschäft mehr. Im Jahr 2012 roch die Zukunft nach Smellfire Clocktastic. Heute riecht sie nach heiß gelaufenen nVidia-Chips und Trafo-Öl. Der Endgegner hat einen gewaltigen Strombedarf. In der Vorzeit brauchte man ein (Home-) Studio, anständige Mikrofone, gute Wandler, einen kräftigen Rechner, einen Haufen Software und Skills, aus Ideen ein Werk zu zaubern. Heute reicht ein Browser, ein Aldi-Laptop, ein guter Kaffee, ein pfiffiger Prompt, und schon strömt vom Server ein Track, der „amtlich“ klingt. Auf der Konsumentenseite ist Musik schon seit Napster billig. Der letzte Schritt ist, dass nun auch das Produzieren superbillig wird. Erst haben Filesharing und Streaming die Musik entwertet. Nun hat die KI die Herstellung inflationiert. Ein Musiker alter Schule befindet sich in der Situation eines Tischlers, der eine teuer eingerichtete Werkstatt mit seiner Berufserf...