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Abzocke, Blasen-Hoax und Machtreflex

  Abzocke, Blasen-Hoax und Machtreflex Ein Text von Ralf Müller-Terpitz und Eva Flecken fordert die Ausweitung des Medienkonzentrationsrechts auf große Digitalplattformen. Die Autoren wollen algorithmische Privilegien für journalistische Inhalte und, falls das nicht reicht, eine „medienrechtliche Digitalabgabe“. Begründet wird das mit Meinungsvielfalt und der Gefahr von Filterblasen. https://archive.is/XDQIK Die Begründung ist dünn. Die Filterblasen-These – Algorithmen erzeugen systematisch isolierte Selbstbestätigungswelten – hält empirischer Prüfung kaum stand. Große Feldstudien zu Facebook, Instagram, YouTube und X zeigen: “Like-minded Content” ist verbreitet, extreme Isolation aber selten. Experimentelle Eingriffe in den Feed ändern Polarisierung und Einstellungen kaum messbar. Wer aktiv sucht und kommentiert, stößt auf mehr Gegenmeinungen als früher. Das bestätigt die Alltagserfahrung vieler Nutzer seit 2017. Die Behauptung, Plattformen erzeugten permanente Selbstbestätigung, ...

Die Zukunft des Pop-Geschäfts (II), 2026er Version

  Die Zukunft des Pop-Geschäfts (II), 2026 Von Mark Modsen Erster Teil der Geschichte von 2012 Spoiler: Es ist kein Geschäft mehr. Im Jahr 2012 roch die Zukunft nach Smellfire Clocktastic. Heute riecht sie nach heiß gelaufenen nVidia-Chips und Trafo-Öl. Der Endgegner hat einen gewaltigen Strombedarf. In der Vorzeit brauchte man ein (Home-) Studio, anständige Mikrofone, gute Wandler, einen kräftigen Rechner, einen Haufen Software und Skills, aus Ideen ein Werk zu zaubern. Heute reicht ein Browser, ein Aldi-Laptop, ein guter Kaffee, ein pfiffiger Prompt, und schon strömt vom Server ein Track, der „amtlich“ klingt.  Auf der Konsumentenseite ist Musik schon seit Napster billig. Der letzte Schritt ist, dass nun auch das Produzieren superbillig wird. Erst haben Filesharing und Streaming die Musik entwertet. Nun hat die KI die Herstellung inflationiert. Ein Musiker alter Schule befindet sich in der Situation eines Tischlers, der eine teuer eingerichtete Werkstatt mit seiner Berufserf...

DDR-Bahnhof Friedrichstraße – Stargate für Devisenbesitzer

  Bahnhof Friedrichstraße – Stargate für Devisenbesitzer Berlin, Hauptstadt der Deutschen Demokratischen Republik, war ein Ort dunkler Mythen und Geheimnisse. Berlin, Hauptstadt der BRD, ist nicht einmal mehr eine Stadt der Deutschen. Wenn es einen Ort gab, an dem sich der Wahnsinn des Kalten Krieges wie unter einem Brennglas bündelte, dann war das der Bahnhof Friedrichstraße. Er war nicht nur ein Bahnhof. Er war eine Schleuse zwischen zwei Welten, ein Stargate für Devisenbesitzer. Wer mit den richtigen Papieren hineinging, landete wenige Minuten später in einer anderen Dimension. Dieselbe Stadt, gleiche Sprache, vertraute Straßennamen. Doch harte Währung statt Aluchips, volle Musikläden, bunte Magazine, verwirrende Geräusche, orientalische Gerüche. Nicht nur politisch, sondern auch haptisch und olfaktorisch eine andere Welt – nur einen Pistolenschuss entfernt. Der Witz war, dass der Grenzbahnhof gar nicht an der Grenze lag. Er befand sich hunderte Meter entfernt im Stadtbezirk...

Danger Dan & Igor Levit: Gesungenes Indymedia-Pamphlet

  Gesungenes Indymedia-Pamphlet Toster mit Claude.AI und Gemini Das ZDF hat Danger Dan und Igor Levit ausgeladen, angeblich wegen eines musikalischen Gewaltaufrufs. Journalisten-Gewerkschaften erklären nun, allein die Redaktion entscheide über den Inhalt, die Einmischung der Geschäftsleistung sei unzulässig. Wer aber je in einem öffentlich-rechtlichen Sender gearbeitet hat, weiß, wie groß die Lücke zwischen diesem Ideal und der Praxis sein kann. Kurz vor der Aufzeichnung der 100. Ausgabe von Die Anstalt strich das ZDF den gemeinsamen Auftritt von Danger Dan und Igor Levit. Offiziell, weil der neue Song Keine Angst als Aufruf zu Gewalt verstanden werden könne. Der Sender blieb dabei erstaunlich vage. Keine Zeile, kein Zitat, keine öffentliche Begründung, nur der Verweis auf eine intensive redaktionelle Bewertung unter Einbindung der Geschäftsleitung. Das genügte, um Danger Dan und Igor Levit ein griffiges Opfernarrativ zu liefern: Zensur, Eingriff in die Kunstfreiheit, Kotau vo...

Wider die scheinheiligen Pfründewalter der Katalogausbeuter

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  Die Weihnachtsgans wehrt sich gegen den Fuchs. Zur GEMA und dem Suno-Krieg Von Toster und Claude.ai  Vor fünfundzwanzig Jahren bin ich aus der GEMA ausgetreten. Der Anlass war lächerlich und typisch zugleich. Ich hatte meine eigenen Songs auf meiner eigenen Website veröffentlicht. Die GEMA wollte dafür Gebühren von mir kassieren. Nicht vom Hörer, nicht vom Sender, von mir selbst. Für die Nutzung meiner eigenen Musik. Ich habe damals begriffen, was diese Organisation wirklich ist. Kein Anwalt der Kreativen, sondern eine Inkassobude mit Kulturanstrich. Diese Erfahrung ist der Grund, warum ich das aktuelle Interview mit GEMA-Chef Tobias Holzmüller in der FAZ mit einer gewissen Häme lese. Er positioniert sich dort als Beschützer der Musikschaffenden gegen die KI-Bedrohung durch Suno. Klingt gut. Ist aber, wenn man genau hinschaut, ziemlicher Unsinn. https://archive.is/8rX92 Der Bad Actor und seine Ankläger Holzmüller nennt Suno einen „Bad Actor", ein KI-gestütztes Piraterie-...

Reunion-Muggen

Reunion-Muggen 2002 11.05.2002 | Leipzig | Moritzbastei 02.03.2002 | Bad Muskau | Turmvilla 12.01.2002 | Altenburg | Music Hall 2001 25.12.2001 | Lugau | Landei 22.12.2001 | Club am Park | Fürstenwalde 21.12.2001 | Berlin | Hof 23 (Langhans-Club) 30.11.2001 | Schwerin | Thalia 23.11.2001 | Plauen | Malzhaus 17.11.2001 | Berlin | Kiste 10.11.2001 | Tharandt | Kuppelhalle 02.10.2001 | Chemnitz | Subway to Peter 22.09.2001 | Wittenberg | Irish Harp Pub 03.06.2001 | Berlin | Jazzkeller 14.02.2001 | Berlin | Knaack Club 2000 19.12.2000 | Berlin | Kesselhaus Kulturbrauerei 25.11.2000 | Bautzen | Steinhaus 29.10.2000 | Berlin | K 17 | Kadiner Straße 17 18.08.2000 | Hohenlobbese | Freilichtbühne 10.05.2000 | Berlin | Soda 10.03.2000 | Lugau | Landei 11.03.2000 | Potsdam | Lindenpark 25.02.2000 | Berlin | Kulturfabrik

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Your Radio //____ quietschende türen, verzerrte gesichter in nassen straßen spiegelnde lichter jemand fragt, ob ich bezahlen kann doch ich will nur noch hören mach dein radio an you switch on your radio switch on your radio … so herzlich willkommen im irrenhaus wir saugen dir das mark aus den knochen raus leck dir die wunden, solange du kannst und geh auf die straße, mach dein radio an you switch on your radio switch on your radio … ____\\