Ode an die Skeptiker zum 25. Geburtstag, 2026 werden sie 40.
Carusopunk mit Wortgewalt 25 Jahre Skeptiker Von Mark Modsen Er hat den Straßenkampf besungen und die Liebe in den Zeiten des Krieges: Dieser Tage sieht Eugen Balanskat aus wie ein Mann, der seinen Frieden mit sich gemacht hat, aber die Wut auf eine ungerechte Welt gutgelaunt bewahrt. Der quirlige Grauschopf gilt als Dichterkönig des deutschen Punkrock, der schon immer besser mit dem Stift als mit Haarspray umgehen konnte. Auch bei der Bandgründung 1986 sah Balanskat nicht gerade aus wie ein gepiercter Irokese - eher wie ein wildgewordener Bibliothekar: “Ich hatte zehn Jahre lang nicht am Leben teilgenommen. Mit der Welt kam ich nicht klar, mit den Frauen auch nicht. Da habe ich mich in die Weltliteratur gestürzt. Die Expressionisten waren eine Offenbarung. Die Dadaisten lieferten Tipps für den Widerstand, die auch in der DDR nützlich waren.” Als die Skeptiker in Berlin zum Pogo trommeln, treten sie offene Türen ein. Illegale Punkbands aus den Kirchenkellern hatten ihnen den Weg b...